Als 2015 plötzlich Flüchtlinge in großer Zahl nach Deutschland kamen, standen die Kommunen vor der Herausforderung, sie unterzubringen, ärztlich zu versorgen und Mitmenschlichkeit zu zeigen. Benötigt wurden zudem Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Geschirr, Spielzeug. Auch in Spremberg entstand so die Kleiderkammer der Freiwilligenagentur, deren Träger die Volkssolidarität ist. Ende Januar 2026 wurde der 10. Geburtstag der Kleiderkammer mit einem Jubiläumsfrühstück gefeiert. Ehrenamtliche Gründungsmitglieder (Foto 2) erinnerten sich an die Anfangszeit und tauschten sich mit Gästen aus der Stadt und dem Landkreis sowie den Freiwilligen, die heute mit anpacken, über den Werdegang aus. Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier bedankte sich für die ehrenamtliche Arbeit: „Ehrenamt kann man nicht kaufen! Ehrenamt kommt von Herzen!“ Zu den Öffnungszeiten an bisher drei Tagen in der Woche ist der Zulauf sehr groß – Spenden werden gebracht, sortiert, eingeräumt und wieder ausgesucht und mitgenommen. Die hauptamtliche Helferin und ihr Team aus Ehrenamtlichen verschiedener Nationalitäten sind wichtig für die Besucher. Sie hören zu, geben Tipps, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig – gelebte Integration eben. Daneben werden in der Kleiderkammer wöchentliche Sprach- und Freizeittreffs angeboten.



